15.05.2018 12:18

Innovative Medizintechnik


links: Amin Zoqurti, rechts: Prof. Dr. Muhle

Innovative Medizintechnik, über 100.000 Untersuchungen pro Jahr, mehr als 100 Beschäftigte - darunter 20 Mediziner/Innen: Die Radiologie am St. Marienhospital in Vechta mit ihren Bereichen „Radiologie“, „Strahlentherapie“ und „Nuklearmedizin“ ist eine der bedeutendsten Abteilungen dieser Art im Weser-Ems-Gebiet.

Einer, der für den guten Ruf der Vechtaer Abteilung mitverantwortlich zeichnet, ist der aus Wildeshausen stammende Prof. Dr. med. Claus Muhle (56). Der Facharzt für Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin ist bereits seit 16 Jahren am St. Marienhospital tätig und hat sich in dieser Zeit vor allem auch einem Spezialgebiet verschrieben: der Muskuloskelettalen, also der die Muskulatur und das Skelett betreffenden Radiologie. Auf diesem Gebiet genoss er unter anderem eine eineinhalbjährige Ausbildung beim weltweit renommierten Donald Resnick, Professor für Radiologie an der Kalifornischen Universität in San Diego.
Ausgestattet mit diesem Spezialwissen baute Claus Muhle in Vechta eines von nur 35 Zentren der 2015 gegründeten „Deutschen Gesellschaft für Muskuloskelettale Radiologie (DGMSR) e.V.“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den in Deutschland bislang eher stiefmütterlich behandelten Ausbildungsbereich der Diagnostik des Bewegungsapparates personell, klinisch und wissenschaftlich zu stärken und die Qualität innerhalb Deutschlands zu erhöhen.

Aus diesem Grunde setzte die DGMSR unter anderem ein dreistufiges Qualifizierungsprogramm für interessierte Radiologinnen und Radiologen auf. Es ermöglicht ihnen den Nachweis erworbener Kenntnisse auf diesem Gebiet. Claus Muhle ist einer von 35 qualifizierten Ausbildern des Programms. Und reiht sich damit ein in die Riege von Kolleginnen und Kollegen aus namhaften Kliniken etwa in Hannover, Berlin, München, Wien oder Zürich.

In einer ersten Stufe erhalten die Teilnehmer nach bestandener Pru?fung ein „Diplom für Muskuloskelettale Radiologie“. Danach folgt eine höhere Qualifizierungsmöglichkeit über zwei Jahre Ausbildungszeit zum „Experten für Muskuloskelettale Radiologie“. Diese Auszeichnung wurde im April dieses Jahres nun zum ersten Mal in Berlin vergeben: an den ehemaligen Oberarzt des St. Marienhospitals in Vechta, Amin Zoqurti. Zoqurti ist in Jordanien geboren und absolvierte von 2010 an seine Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie in Vechta. „Ihn hier bei uns in diesem Bereich ausgebildet zu haben, macht schon ein wenig stolz“, sagt Claus Muhle.

Inzwischen interessieren sich zwei weitere Mediziner der Radiologie Vechta für das Qualifizierungsprogramm. „Ein Radiologe hat sich bereits angemeldet, eine Radiologin wird folgen“, weiß Claus Muhle. Unter seiner Obhut werden sie sich auf den Weg machen, den Bereich der „Muskuloskelettale Radiologie“ nach vorne zu bringen - und damit auch den
Standort Vechta im Bereich der Radiologie noch weiter zu stärken.
Bildnachweis: St. Marienhospital Vechta

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