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Poststationäre Therapien

Nach der Operation können weitere Therapien erforderlich sein Bei einigen Formen des Darmkrebses hat es sich allerdings bewährt, bereits vor der Operation eine Behandlung durch eine Strahlen- oder Chemotherapie durchzuführen – dies wird auch als neoadjuvante Therapie bezeichnet. In seltenen Fällen wird dies auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vor der Operation durchgeführt, um Tumoren zu verkleinern und so besser restlos operieren zu können.

Die Strahlentherapie (Radiotherapie) wird vor allem bei Tumoren im Mastdarm (Rektum) ab Stadium II eingesetzt. Im Allgemeinen wird vor der Operation bestrahlt, um den Tumor zu verkleinern und damit den chirurgischen Eingriff zu erleichtern. 

Mehr Informationen zur Strahlentherapie.

Neben den „herkömmlichen“ wissenschaftlich geprüften Therapien wie Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie gibt es zahlreiche „ganzheitliche“ Behandlungsansätze – man bezeichnet sie auch als „alternative Therapien“. Dazu gehört auch die Behandlung mit homöopathischen Mitteln.

Diese Therapien können möglicherweise als Ergänzung zu etablierten Behandlungsformen sinnvoll sein, die Behandlung ersetzen können sie jedoch keinesfalls. Wenn Sie an eine alternative Therapie denken, sprechen Sie aber bitte unbedingt mit Ihrem Arzt!

 

Um auch weiterhin Fortschritte zu erzielen, muss der Vorteil neu entwickelter Behandlungsformen und Medikamente im Vergleich zu den bisher eingesetzten Maßnahmen überprüft werden. Dazu werden zunächst gründliche und umfangreiche Labortests an Zellkulturen oder Erprobungen an Tieren durchgeführt. Erst wenn diese Verfahren erfolgversprechend sind, dürfen die Präparate oder Behandlungsformen einem Menschen verabreicht werden. Für die Zulassung sind klinische Studien mit vielen tausend Teilnehmern notwendig. Nicht selten vergehen bis zu zehn Jahre, bis ein neues Medikament oder eine neue Behandlungsform als wirksam anerkannt und anschließend zugelassen wird.

Auch Sie können dazu beitragen, dass für Sie selbst und andere Betroffene neue und bessere Behandlungsmethoden gefunden werden. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um gänzlich neue Medikamente. Oft werden Studien zur Optimierung von Therapien durchgeführt. Hier werden Medikamente, bei denen sowohl der positive Effekt im Zusammenhang mit der Erkrankung nachgewiesen ist als auch die Nebenwirkungen bekannt sind, in veränderten Kombinationen, Dosierungen oder Abläufen getestet.

Solche Studien sind keine „Menschenversuche“, sondern sie unterliegen schon vor Beginn und dann auch bei der Durchführung strikten Vorschriften. Ihre Einhaltung wird von unabhängigen Ethik-Kommissionen kontrolliert.

Aus Ihrer Teilnahme ergeben sich folgende Vorteile:

  • intensive Betreuung und regelmäßige Untersuchung über einen langen Zeitraum
  • anonymisierte Dokumentation des Verlaufs, Auswertung und damit Überprüfung der Qualität der Therapie und Ihrer Ärzte durch eine neutrale Stelle
  • Sie profitieren vielleicht als einer der Ersten von einer besseren Therapie

Neben diesen Therapiestudien gibt es ebenso zahlreiche Beobachtungsstudien, an denen sich Krebszentren beteiligen. Bei diesen Studien geht es nicht um die Erprobung neuer Medikamente, sondern beispielsweise um eine genauere Betrachtung der gängigen Behandlungsverfahren oder um neue Erkenntnisse hinsichtlich der Lebensqualität der Patienten.

Wir überprüfen in unserer Tumorkonferenz, ob und inwieweit Ihre Teilnahme möglich und sinnvoll ist, und besprechen unsere Ergebnisse anschließend ausführlich mit Ihnen. Jede Teilnahme an Studien ist immer und grundsätzlich freiwillig.


Mögliche Fragen „Studien“

  • Gibt es eine passende Studie für mich?
  • Name der Therapie/des Medikaments?
  • Welche Risiken sind mit einer Teilnahme verbunden?
  • Wie werde ich versichert?
  • Welche Chancen bietet die Teilnahme?
  • Was muss ich tun, damit ich an einer Studie teilnehmen kann?